22. Juni 2014  / Manuela Topolski

20. Juni 2014 | Die Stadt Deggendorf hat sich über die letzten Dekaden zu einem der bedeutendsten Städte in Niederbayern und darüber hinaus entwickelt. Deggendorf ist nicht nur ein attraktiver Wirtschafts- und Hochschulstandort, die Stadt Deggendorf wächst und gedeiht kontinuierlich weiter.

Ein Musterbeispiel für diesen Aufschwung entsteht und entstand im Neubaugebiet Kreuth-Wiesen. ERLBAU errichtet hier hochmoderne und energieeffiziente Eigentumswohnungen, die nicht nur in bautechnischer Hinsicht auf höchstem Niveau liegen, sondern durch die zertifizierte Energiesparbauweise auch in Sachen Effizienz neue Maßstäbe setzen. Dem Bauland von 2,9 ha steht ein im Vergleich hoher Grünflächenanteil von 1,25 ha, was 25 % entspricht gegenüber. Insgesamt waren teilweise über 80 Handwerker im Baugebiet Kreuth gleichzeitig im Bauabschnitt I und II beschäftigt.

 

Die Lage der Wohnungen ist zentral; ein Nahversorger, Kindergärten, Schulen und die Stadtmitte sind in wenigen Minuten beispielsweise bequem durch die gute Busanbindung erreichbar. In Bearbeitung sind noch weitere Wege und Spielplätze um die Grünflächen, ein Grüner Platz im Dreisesselweg, Buswartehäuschen und eine Wertstoffsammelstelle.

Die verwendete Technik, wie zum Beispiel die revolutionäre Biomasse-Heizung ist es, was das Baugebiet in Kreuth so einzigartig macht. Mithilfe dieser Heizanlage werden bisher acht Gebäude (5×9 Wohnungen und 3×10 Wohnungen) mit insgesamt 75 Wohnungen versorgt.

Bekannt ist das Baugebiet Kreuth den Deggendorfer Bürgern auch durch einen vermeintlich einzigartigen Fund. Eine Pilzart (Walters Haarzunge, Trichogossum walteri) war im Baugebiet Kreuth zunächst als erster und einziger Fund für Bayern festgestellt worden. Alois Erl war sich aber sicher, dass der Schwammerl nur deshalb so selten ist, weil niemand nach ihm sucht. Er sollte Recht behalten. Eine Nachsuche des Pilzgutachters Dr. Lothar Krieglsteiner aus Schwäbisch Gmünd, in den Jahren 2010 und 2011 im Auftrag der Firma Erl erbrachte zwischenzeitlich 16 bzw. bei Mitzählung eng benachbarter Fundorte 20 weitere Nachweise innerhalb Bayerns. Bei den Kartierungen wurden zum Teil auch andere bedeutsame Wiesenpilzarten festgestellt; etliche dieser Arten kommen zudem im zwischenzeitlich ausgewiesenen Naturschutzgebiet Himmelreich vor. Ferner wurde mit Erfolg eine Sodenverpflanzung (Umsiedelung des Pilzes) in einer Ausgleichsfläche durchgeführt. Ob diese auch nachhaltig ist, wird mittels Begutachtung weiterverfolgt, aktuelle Ergebnisse hierzu liegen derzeit noch nicht vor. Auf Basis der zusätzlichen Erkenntnisse ändert sich die naturschutzfachliche Bewertung der Verluste durch die Bebauung der Flächen. Eine Überbauung auch bisher gezielt als Pilzschutzbereiche frei gehaltenen Parzellen im Nordwesten des Gebietes führt nicht mehr zu einem durchgreifenden Verlust des zuvor einzigen bekannten Fundortes für Walter´s Haarzungen.  Für diese Fläche läuft aktuell ein Deckblattverfahren, nach dessen Abschluss mit der Bebauung des Bauabschnittes III begonnen werden soll.