23. März 2016  / Manuela Topolski

Sepp Maier testet Betreutes Wohnen

So prominente Bewohner erlebt das Betreute Wohnen in Fürstenfeldbruck nicht alle Tage: Fußball-Legende Sepp Maier hat das Haus auf Herz und Nieren getestet. Hintergrund ist Maier´s neue Aufgabe als Markenbotschafter des Deggendorfer Familienunternehmens ERLBAU, welche als Spezialisten in der Projektentwicklung und dem Bau von Wohneinrichtungen für das Alter gelten.

Unsterblich ist Torwart-Ikone Sepp Maier bereits in den Fußball-Geschichtsbüchern. Seine Erfolge prägten Generationen und haben Millionen von Menschen glücklich gemacht. Er stand zwischen den Pfosten, als die Bundesrepublik Deutschland 1972 Europameister und 1974 Weltmeister wurde.

„So oid bin i doch no gar ned“

2016 steht er nun in einer Betreuten Wohnung um sich selbst vom selbstbestimmten Wohnen im Alter zu überzeugen. „So oid binni I doch no gar ned“ war seine erste Reaktion als er die Anfrage für das Probewohnen erhalten hat. Doch dann war die Neugierde geweckt: „Natürlich bin ich nicht zu jung für das heiße Thema Betreutes Wohnen und Pflege, im Gegenteil.“.

Mit seinen 72 Jahren liegt er genau in der Zielgruppe des Betreuten Wohnens mitten im Fürstenfeldbrucker Stadtteil Buchenau, einer Wohngemeinschaft für Menschen 60 plus. Das Betreute Wohnen existiert seit etwa fünf Jahren. Es besteht aus insgesamt 41 Wohnungen, etwa die Hälfte der Bewohner sind Mieter, die andere Hälfte Eigentümer. Die meisten kommen noch gut alleine klar: Sie kochen, treffen ihre Kinder, gehen in die im Keller gelegene Sauna oder den Fitnessraum.

„Da legst die nieder“

Das Probewohnen für Maier beginnt in der Wohnung der Familie Mulorz. Die 3-Zimmer-Wohnung mit 85-Quadratmeter ist aufgeteilt in Bade-, Gäste, Wohn- und Schlafzimmer, eine Küche, ein kleiner Abstellraum sowie eine Terrasse – und das alles komplett barrierefrei.

 „Da legst die nieder, so hätt i mir das nicht vorgestellt“. Sepp Maier nimmt seine Aufgabe ernst und testet was das Zeug hält. Probeliegen im Schlafzimmer, daraufhin Frühstück zubereiten. Jetzt schnell ein Abstecher in das Wohnzimmer. „Ja hier könnt ich mir vorstellen das nächste Bayernspiel anzuschauen“. Daraufhin geht er durch eine Schiebetüre zum Zähneputzen in das Badezimmer, wo auch ebenerdiges Duschen möglich wäre. Zur Ausstattung einer Betreuten Wohnung gehört außerdem  ein 24-Std.-Hausnotruf, falls doch einmal Hilfe benötigt werden sollte.

Nun sitzt Sepp Maier mit anderen Bewohnern im Gemeinschaftsraum und beginnt eine Runde Schafkopf, andere unterhalten sich mit der „Hausdame“ Heike Schreil. Einen Tag in der Woche verbringt sie mit den Senioren, organisiert gemeinsame Kaffeestunden, Bingo-Abende oder gemeinsames Singen. Doch niemand ist hier zu irgendetwas verpflichtet. Wer einkaufen gehen will, geht ins Einkaufszentrum nebenan. Wer nachts um zwei nach Hause kommen will, kommt eben nachts um zwei nach Hause.

Und welches Fazit zieht Sepp Maier nach einem Tag im Betreuten Wohnen.

Die Probleme des Alters sind natürlich nicht wegzureden, das Leben neigt sich dem Ende zu, der Körper baut ab, wir werden anfälliger für Krankheiten und unser Alltag lässt sich nicht mehr ganz ohne die Hilfe anderer bewältigen. Diese Entwicklung macht den meisten Menschen Angst. Das ist der Grund, weshalb wir den Gedanken daran immer wieder verdrängen. Doch der Tag, an dem wir die Unterstützung brauchen, kommt für jeden von uns. Was wir uns dann wünschen, ist vor allem Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Betreutes Wohnen stellt auch für Sepp Maier genau die Richtige Mischung dar. Im Betreuten Wohnen ist es möglich, bis ins hohe Alter hinein selbständig in den eigenen vier Wänden zu leben, mit der bestmöglichen Absicherung, so viel wie nötig.

 

 






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