27. August 2019  / Joseph Kuchler

Die zumindest aus dieser Sicht guten alten Zeiten sind längst vorbei: Schon seit einiger Zeit bekommen Sparer von Banken so gut wie keine Zinsen mehr für Erspartes. Im Gegenteil: Inzwischen sind einige Banken dazu übergegangen, dafür Strafgebühren zu verlangen. Statt Zinsen drohen Negativzinsen.

Geld auf dem Sparbuch oder Tagesgeldkonto zu deponieren, wird damit immer uninteressanter. Es gibt weitaus lukrativere und nachhaltigere Anlagemöglichkeiten.

Zwar ist bisher die Mehrheit der Privatkunden von Negativzinsen verschont geblieben – derzeit verlangen insgesamt 115 Banken und Sparkassen einer Analyse des Finanzportals „Biallo“ zufolge Strafzinsen für Guthaben und geben damit den negativen Einlagenzins der Europäischen Zentralbank (EZB) an ihre Kunden weiter.

Doch schon bald könnten zahlreiche weitere Banken nachziehen, befürchten Experten. 

Sollte die EZB ihre Ankündigung wahrmachen, die Geldpolitik zu verschärfen, sind Negativzinsen womöglich schon bald nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel.

Das könnte der Fall sein, wenn die EZB die Höhe des negativen Einlagenzins erhöht: Seit fünf Jahren müssen Geschäftsbanken 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen, wenn sie überschüssiges Geld bei der EZB parken.

„Sollte der Einlagenzins der EZB von minus 0,4 auf minus 0,5 Prozent oder sogar noch weiter runtergehen, wird sich früher oder später jedes Institut mit diesem Thema auseinandersetzen müssen und wahrscheinlich nicht mehr umhinkommen, das den Kunden in Rechnung zu stellen“, sagte kürzlich Ralf Fleischer, Chef der Stadtsparkasse München, der größten Sparkasse Bayerns, dem „Münchner Merkur“.

Das bedeutet: Immer mehr Banken könnten sich demnach gezwungen sehen, ihre Kosten an die Kunden weiterzugeben.

Um kein Geld zu verlieren, suchen daher immer mehr Privatanleger nach profitablen Möglichkeiten, ihr Erspartes zu investieren.

Der Kauf einer Eigentumswohnung ist dabei nicht mehr nur in Großstädten längst keine echte Alternative mehr: Der Wohnungsmarkt ist überhitzt und leergefegt, die Preise sind auf Rekordniveau.

Pflegeimmobilie schlägt Eigentumswohnung

Selbst wer etwas Geld beiseite gelegt hat, findet inzwischen kaum mehr eine erschwingliche Immobilie.

Doch mittlerweile gibt es für Kapitalanleger, die gerade für ihre Altersvorsorge eine profitable Investitionsmöglichkeit suchen, eine Alternative zur Eigentumswohnung: die Pflegeimmobilie, also der Kauf einer einzelnen Eigentumswohnung in einem Pflegeheim.

Eine Pflegeimmobilie punktet nicht nur wegen ihres im Vergleich zu einer Eigentumswohnung günstigeren Kaufpreises.

Investition in die Zukunft

Pflegeimmobilien gelten als Zukunftsmarkt: Auch in Deutschland werden die Menschen immer älter, damit steigt die Zahl der Pflegebedürftigen und auch die der benötigten Pflegeplätze – von denen es jetzt schon zu wenige gibt.

Der Mangel an Pflegeplätzen wird sich vermutlich in den kommenden Jahren noch verschärfen: Rund vier Millionen pflegebedürftige Menschen wird es bis zum Jahr 2035 laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft geben, heute sind es 3,4 Millionen.

Entsprechend hoch ist der Bedarf an Pflegeimmobilien.

Der Markt ist jetzt schon kaum zu bedienen

sagt Alois Erl jun., Geschäftsführer der Erl Immobiliengruppe, die kürzlich von „Focus Money“ als bester Anbieter von Pflegeimmobilien in Deutschland ausgezeichnet worden ist.

„Unser Prognose ist: Pflegeplätze – beziehungsweise das bevorzugte Recht auf einen Pflegeplatz – werden zu einem sehr, sehr knappen Gut.“

Auch aus einem anderen Grund ist der Kauf einer Pflegeimmobilie ganz konkrete und sehr persönliche Altersvorsorge: Tritt beim Investor oder einem nahen Familienangehörigen der Pflegefall ein, hat er ein bevorzugtes Belegungsrecht.

Bei Bedarf kann Anleger seinen Anspruch anmelden

Das bedeutet: „Sobald Bedarf eintritt, kann man an der Warteschlange vorbeigehen und seinen Anspruch anmelden. Und zwar genau dort, wo man ihn braucht“, sagt Alois Erl.

Daneben gilt der Kauf einer Pflegeimmobilie laut Focus Money als attraktive Geldanlage mit soliden Renditen und sicheren Mieteinnahmen.

Regelmäßige Mieteinnahmen

Mit den Betreibern der Pflegeimmobilien werden langfristige Mietverträge (in der Regel 25 Jahre) abgeschlossen. Die Mietzahlung erfolgt unabhängig von der Belegung des Appartements und die Miete wird im Falle einer Änderung des Verbraucherpreisindexes zum Teil angepasst. Zusätzliche Sicherheit gibt der steigende Pflegebedarf, der aus dem demographischen Wandel in der Bevölkerung resultiert.

„Eine Pflegeimmobilie ist eine Vorsorge-Investition und kein Spekulationsobjekt“, sagt Alois Erl jun. „Ja, sie liefert eine solide Grundrendite – aber vor allem gibt sie Sicherheit im Alter.“